Die Zeiten, in denen Yoga der westlichen Welt eher geheimnisvoll erschien und in denen man die Mischung aus Kräftigung, Dehnung und Atemübungen misstrauisch beäugte, sind längst vorbei. Der Yoga-Sport ist auch in Deutschland bei der gesellschaftlichen Mitte angekommen. Vor allem Ausrichtungen wie Ashtanga Yoga sind in unseren Breitengraden beliebt.


Gutschein zum Test von Online-Yoga mit hochwertigen Yoga-VideosIn Deutschland besteht das Ashtanga Yoga vor allem aus Atemübungen (Pranayama) und körperlichen Positionen (Asana), in seiner indischen Urform gibt es auch einen Meditationsteil, der hierzulande aber nur selten mit unterrichtet wird.
Auch ohne die Meditation aber eignet sich Ashtanga Yoga hervorragend, um Körper und Geist zu synchronisieren. Einer der wichtigsten Grundsätze des Ashtanga Yoga ist nämlich der Einklang von Atem und Körper. Hierzu werden – in den meisten Yoga-Schulen – sechs Serien von Yogastellungen in einer flüssigen Abfolge mit dem Atem des Trainierenden gekoppelt, um Atem und Bewegung zu einer Einheit zu verschmelzen. Damit bildet das klassische Ashtanga Yoga auch für viele andere Hatha Systeme die Grundlage: Power, Vinyasa oder Flow Yoga haben ihre Wurzel im Ashtanga Yoga.

Dynamik aus Statik

Die klassischen Yoga-Positionen sind zumeist statisch. Der Körper wird in statische Positionen wie den Krieger gebracht, dabei steht die Muskulatur über eine längere Zeit in Spannung. Vor allem zur Stabilisierung des Muskelapparates sind diese Übungen ideal, zudem die meisten Positionen Kräftigung und Dehnung kombinieren.
Das Besondere am Ashtanga Yoga ist die einzigartige Kombination aus Stillstand und Fluss, die eher statischen Positionen werden in einem fließenden System miteinander kombiniert und so entstehen Bewegungsabläufe, die nahtlos ineinander übergehen.
Der von Krishna Patthabi Jois in den Westen gebrachte Yoga Stil zählt dabei keineswegs zu den einfacheren Schulen des Yoga, sondern verlangt (gerade von neuen Schülern) Geduld und Durchhaltevermögen. Dafür bietet Ashtanga auch ganz besondere Belohnungen wie etwa die verbesserte Atmung durch die Bauchdecke.

Fitness, Kraft, Atem

Ashtanga Yoga eignet sich dabei nicht nur für jene, die Ausgeglichenheit durch den Sport suchen, sondern auch für professionelle und Hobby-Athleten, die nach einer Sportart zur idealen Ergänzung ihres Trainings suchen.
Besonders der sanfte (aber anstrengende) Muskelaufbau, die spielerische Dehnung und die Atemschule sorgen im Alltag und in anderen Sportarten für eine deutlich besseres Gefühl. Die Statik der Stellungen mag zwar auf den ersten Blick wenig sportlich wirken, doch gerade diese „Verankerung“ stellt eine ganz besondere Form der körperlichen Belastung dar.
Ashtanga Yoga ist besonders einfach zu praktizieren, ob im Studio unter Anleitung oder mit etwas Erfahrung im eigenen Wohnzimmer. Mehr als geeignete, dehnbare Kleidung und eine Yogamatte braucht man zum Start nicht. Hersteller wie Manduka haben sich mit eigenen Yoga-Kollektionen sogar auf die Bedürfnisse angehender Yogis spezialisiert.

Grüß mir die Sonne!

Wer auf der Suche nach einer besseren Körperlichkeit, einem tollen Körpergefühl und neuer Konzentration ist, für den könnte Ashtanga Yoga genau das Richtige sein. Die Kombination aus Atem und Körper verleiht auch dem Geist neuen Schwung – vorausgesetzt, dass man sich mit genügend Geduld auf die Yogamatte begibt. Namaste!